Melkroutine: Das gilt es zu beachten - Schweizer Bauer

2022-06-01 02:37:10 By : Mr. Henry Wang

Hohe Zellzahlen oder keimbelastete Milch können mit Fehlern bei der Melkroutine zusammenhängen. Von der Euterreinigung bis zum Abhängen und Dippen gibt es Abläufe, die man beachten sollte.

Die Vorreinigung hat das Ziel, eine hygienisch einwandfreie Milch zu gewinnen und das Eindringen von Erregern beim Melken in den Strichkanal zu vermindern.

Es gibt laut dem deutschen Fütterungsunternehmen Sano verschiedene Methoden zur Vorreinigung. Die gängigsten sind die Säuberung mit einem trockenen oder einem feuchten Tuch, die Kombination mit einem Spray und einem trockenen Tuch oder die Kombination aus Dippen/Schäumen und einem trockenen Tuch.

Gereinigt wird nicht nur die Zitzenkuppe, sondern die gesamte Zitze. Bei allen Methoden gilt: ein Tuch pro Kuh. Der häufigste Fehler im Stall ist das Verwenden eines Tuches bei mehreren Kühen. Mehrwegtücher müssen bei mindestens 90 Grad gewaschen werden, um die Übertragung von Bakterien und anderen Erregern zu verhindern. Die Tabelle zeigt die Wirksamkeit der Reinigungsmethode.

Das Vormelken dient einerseits der Stimulation und andererseits der Kontrolle der Milch: Es sollten Farbe, Viskosität und das Vorhandensein von Flocken kontrolliert werden. Das Vormelken erfolgt am besten immer in einen Vormelkbecher, da hier die Veränderungen gut erkennbar sind. Beim Vormelken auf den Boden, in die Hand oder in das Eutertuch ist die Kontrolle der Milch nicht so eindeutig, und es besteht ausserdem die Gefahr der Erregerübertragung.

Im Optimalfall werden innert 15 Sekunden zwei bis drei Strahlen Milch pro Zitze gemolken. Danach wartet man ein bis zwei Minuten. So erreicht man einen schönen Anstieg der Milchflusskurve. Bei einer fehlenden Stimulation kann es unter anderem zu Blindmelken, einer höheren Belastung der Zitzen, ungünstigen Milchflusskurven, einer erhöhten Melkdauer, einem grösseren Nachgemelk und einer verringerten Widerstandsfähigkeit des Eutergewebes kommen.

Das Melkzeug muss ohne Lufteinzug angesetzt werden, sonst entsteht ein sogenannter Respray. Das bedeutet, Luft gelangt durch einen Melkbecher, und bereits ermolkene Milch von anderen Vierteln wird wieder hochgedrückt und kann in den Strichkanal eindringen. Weiter ist die richtige Positionierung des Melkzeuges Voraussetzung dafür, dass die Kuh vollständig ausgemolken werden kann.

Euterboden und die waagerechte Achse des Sammelstücks müssen parallel verlaufen. Zitzengummis und die Einstellung des Melkzeugs müssen regelmässig geprüft werden. Ein defekter Zitzengummi reduziert nicht nur die Druckwirkung der Melkmaschine, sondern kann auch dem Euter schaden.

Nebst der manuellen Melkzeugabnahme gibt es auch Möglichkeiten zur automatischen Abnahme. Der Grundsatz hierbei ist: Blindmelken vermeiden und gleichzeitig nicht zu viel Milch im Euter zurücklassen – die Faustzahl: maximal 300g Restmilch im Euter nach dem Melken.

Nachdem das Melkzeug abgenommen wurde, wird gedippt! Beim Dippen ist es besonders wichtig, dass es gleich im Anschluss nach dem Melken, also nach der Melkzeugabnahme, erfolgt. Die Zitze ist gleich nach der Melkzeugabnahme noch lang und zeigt keine Hautfalten, sodass die ganze Zitze gedippt werden kann. Das erfüllt im Wesentlichen drei Funktionen: Desinfektion, Pflege und den Strichkanalverschluss.

Die Verschleppung von Erregern ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Mit einer Zwischendesinfektion kann die Erregerübertragung in der Herde von Kuh zu Kuh über das Melkzeug vermieden werden. Vor allem bei kuhassoziierten Erregern wie zum Beispiel Staph. aureus ist eine Zwischendesinfektion dringend empfohlen. Die Erreger sind oft noch nach mehreren Kühen im Melkzeug nachweisbar.

Limite auch für den Roboter

Laut vet-consult.de dürfen in der Herde höchstens 2 bis 10 Prozent der Euter- und Zitzenoberflächen sichtbar verschmutzt sein – bei maximal 90 Prozent der Kühe. Sind die Euter so sauber, brauchen Vormelken und trockene Zitzenreinigung 12 bis 18 Sekunden pro Kuh. Auch im Melkroboter senken saubere Euter die Reinigungszeit. Wenn rund 10 bis 30 Prozent der Zitzenoberflächen sichtbar verschmutzt sind, können Melkroboter an ihre Grenzen stossen. sum

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