Sauber bleiben! Einfache Hygiene-Tipps für Unterwegs | BUNTE.de

2022-06-01 02:25:40 By : Mr. Hardy Xu

Handhygiene ist Unterwegs nicht immer möglich. Wenn mal kein Waschbecken mit Seife in der Nähe ist, helfen ein paar Tricks für mehr Hygiene to go.

An öffentlichen Plätzen tummeln sich bekanntlich die meisten Keime. Das liegt daran, dass entsprechende Orte täglich von mehreren hundert, wenn nicht sogar tausenden Menschen aufgesucht werden. Sie hinterlassen an frei zugänglichen Oberflächen wie Türgriffen, Armaturen, Schaltern, Böden und Co. ihren oftmals nicht ganz so sauberen Finger- oder auch Fußabdruck. Aus diesem Grund kann selbst das bloße Öffnen einer Tür oder das Barfußlaufen schon eine hohe Ansteckungsgefahr bergen. Unterwegs kannst du dich durch das Verwenden von Hygienehandgel und speziell in der Pandemie durch das Tragen einer FFP-2-Maske schützen. Doch auch weitere Grundsätze solltest du beachten.

An öffentlichen Plätzen tummeln sich bekanntlich die meisten Keime. Das liegt daran, dass entsprechende Orte täglich von mehreren hundert, wenn nicht sogar tausenden Menschen aufgesucht werden. Sie hinterlassen an frei zugänglichen Oberflächen wie Türgriffen, Armaturen, Schaltern, Böden und Co. ihren oftmals nicht ganz so sauberen Finger- oder auch Fußabdruck. Aus diesem Grund kann selbst das bloße Öffnen einer Tür oder das Barfußlaufen schon eine hohe Ansteckungsgefahr bergen. Unterwegs kannst du dich durch das Verwenden von Hygienehandgel und das Tragen einer Alltagsmaske schützen. Doch auch weitere Grundsätze solltest du beachten.

Berühmt-berüchtigt ist beispielsweise das Schwimmbad als Infektionsquelle für Fußpilz. Doch auch öffentliche Verkehrsmittel wie Züge oder Busse und selbst öffentliche Behörden, in denen sich jeden Tag eine Vielzahl an Menschen die Klinke bzw. den Kugelschreiber buchstäblich in die Hand drücken, sind wahre Verteilerstellen für Infektionserreger.

Noch riskanter wird es in öffentlichen Einrichtungen wie Lebensmittelläden oder Einkaufszentren, wo die angebotene Ware frei zugänglich zum Anfassen für jeden bereitliegt. Manche würde womöglich das Grausen packen, wenn sie wüssten, wie viele ungewaschene Hände den gerade gekauften Apfel zuvor schon berührt haben. Umso wichtiger ist es, Wert auf eine ausreichende Handhygiene für Unterwegs zu legen.

Gerade jetzt in der Coronakrise sagen es uns alle: Händewaschen, Händewaschen und nochmal Händewaschen! Und natürlich haben die Virologen und Infektiologen recht: Nichts hilft besser gegen Krankheitserreger als regelmäßiges und gründliches Händewaschen!

Dass man sich nach der Rückkehr in die eigene Wohnung die Hände wäscht, haben sich die meisten Leute angewöhnt. Allerdings ist es sinnvoll, sich auch vor dem Verlassen der eigenen Wohnung die Hände zu waschen. Das hilft zwar nicht der eigenen Gesundheit, aber je mehr Personen das machen, desto weniger keimbelastet wären auch öffentliche Plätze. Wer die Gelegenheit hat, sich unterwegs die Hände zu waschen, sollte sie natürlich auch nutzen, wobei unterwegs die Handdesinfektion oft als einzige Alternative bleibt.

Wasser gibt es eigentlich an jeder Ecke, doch viele öffentlichen Waschgelegenheiten sind in einem schlimmen Zustand. Seifenspender sind leer oder fehlen gleich ganz. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt sich deshalb eine kleine Portion eigene Seife mit (als kleines Seifenstück in der Dose oder ein wenig Flüssigseife in einem leeren Kosmetikfläschchen). 

Eine Seifen-Selbstversorgerin ist nicht nur unabhängig vom öffentlichen Seifenspender, sie kann auch auf seine eigene Seife zurückgreifen, wenn es etwa nur ein öffentliches Seifenstück und keinen Seifenspender gibt: Denn auch auf von vielen Personen benutzten Seifenstücken können sich Bakterien ansiedeln und vermehren. 

Manchmal ist man jedoch so verloren, dass man auch keinen Zugang zu Wasser hat. In dem Fall kann eine kleine Flasche Wasser im Handgepäck auch gute Dienste tun. In der Stadt findet man zwar meistens irgendeinen Wasserhahn, doch manchmal möchte man ihn einfach nicht benutzen - etwa weil er in einer öffentlichen Toilette ist, die nicht gerade frisch geputzt riecht oder weil man nicht in ein zwielichtiges Lokal gehen will, um nach einer Waschgelegenheit zu fragen. 

Inzwischen gibt es in jedem Drogeriemarkt die unterschiedlichsten Desifektionsmittel: vom klassischen Spray mit dem typischen Krankenhausgeruch über Desinfektionstücher bis hin zu Desinfektionsgels für die Jackentasche reicht die Auswahl. Fündig wirst du online und in jedem Drogeriemarkt um die Ecke.

Desinfektionssprays, Hygienegels und -tücher sollten mindestens "begrenzt viruzid" wirksam sein. Eine rein antibakterielle Wirksamkeit reicht nicht aus, um die typischen Alltags-Erreger zu beseitigen!

Für welches Produkt du dich entscheidest, bleibt dir überlassen. Wichtig ist aber: Wähle ein Desinfektionsmittel, das nicht nur gegen Bakterien hilft (das tun alle), sondern das auch zumindest als "begrenzt viruzid" gekennzeichnet ist. Das bedeutet, dass das Mittel zwar nicht gegen alle, aber zumindest gegen die meisten Viren wirkt. Gegen Grippeviren und das Coronavirus reicht ein "begrenzt viruzid" wirkendes Mittel aus, andere Viren - wie beispielsweise Noroviren - sind robuster und verlangen ein Desinfektionsmittel, das "viruzid" ist. 

Damit Desinfektionsmittel wirken, ist es wichtig, dass du sie nach Gebrauchsanweisung verwendest. Einfach kurz auftragen und abwischen reicht nicht: Desinfektionsmittel brauchen eine gewisse Zeit, um Krankheitskeime abzutöten (meist zwischen 15 und 30 Sekunden). Halte dich deswegen an die Packungsangaben, um auf der sicheren Seite zu sein.

Neben den Desinfektionstüchern, die meist mit Alkohol getränkt sind, gibt es im Handel auch noch einfache Feuchttücher. Diese haben keine desinfizierenden Inhaltsstoffe, die Keime abtöten, sondern nehmen nur begrenzt Schmutz und Krankheitskeime auf, wenn man sie verwendet. Nachher riecht die Hand zwar frisch, die Keimbelastung ist jedoch kaum verändert. Du bekommst also nur das trügerische Gefühl sauberer Hände.

1. Vermeide es, im öffentlichen Raum Dinge zu berühren oder reinige dir danach die Hände

2. Musst du etwas berühren, verwende ein (frisches) Taschentuch, Handschuhe oder öffne Türen mit dem Ellenbogen

3. Mit ungewaschenen Händen niemals ins Gesicht fassen oder Essen berühren

4. Nimm eigene Seife oder Desinfektionsmittel mindestens der Klasse "begrenzt viruzid" mit

5. Für deine Mitmenschen: Huste und niese immer in den Ärmel, niemals in die Hand

Zur Vermeidung von Infektionskrankheiten empfehlen sich außerdem die 5 einfachen Regeln des Virologen Alexander Kekulé von der Universität Halle-Wittenberg. Zwar hat er sie speziell für Covid-19 formuliert, sie gelten aber auch für andere Infektionskrankheiten.

So sinnvoll es ist, sich regelmäßig die Hände zu reinigen, kann man es auch übertreiben. Sich etwa reflexartig alle halbe Stunde die Hände zu waschen, obwohl man in der Zwischenzeit nichts angefasst hat (zum Beispiel beim gemütlichen Spaziergang im Park), ist nicht notwendig. Einerseits schädigt es die Haut, sodass die Hände rissig werden und neue Eintrittspforten für Krankheitserreger entstehen. Andererseits greifen vor allem Desinfektionsmittel die natürliche Hautflora an, sodass krankmachende Erreger freiere Bahn haben. 

Manche Menschen entwickeln eine derartige Angst vor Krankheitskeimen, dass sie das Gefühl haben, sich immer und überall die Hände waschen oder desinfizieren zu müssen. Diese psychische Krankheit nennt sich Waschzwang und ist wie alle Zwangserkrankungen eine der am schwierigsten zu therapierenden Erkrankungen der Psyche. Menschen mit Waschzwang sind im Alltag extrem eingeschränkt. Neben den unmittelbaren Folgen für Haut und Seele zerbrechen oft auch Arbeitsverhältnisse und Beziehungen an den Zwangsgedanken. 

Im Alltag sind wir ständig mit den verschiedensten Krankheitserregern konfrontiert. Unser Körper braucht sogar den Kontakt zu ihnen, um das Immunsystem zu trainieren. Ein einzelnes Virus macht uns in den seltensten Fällen krank. Krank werden wir nur, wenn die Anzahl der Erreger, die uns attackieren, zu groß wird. Während ein Chirurg im Krankenhaus steril, das heißt keimfrei, sein muss, reicht es für uns im Alltag völlig aus, die Keimbelastung zu reduzieren. Unser Immunsystem erledigt für uns den Rest.